Ablauf des Turniers

An welchem Brett spiele ich und mit welcher Farbe?

Der Turnierleiter erstellt vor jeder Runde eine Tabelle, die an der Wand angezeigt wird. Suche Deinen Namen, dort findest Du die Brett-Nummer. Wenn Dein Name vor dem Gegner aufgeführt ist, spielst Du mit Weiss. Wenn der Name des Gegners vor Deinem Namen erscheint, spielst Du mit Schwarz.

Wie wird bestimmt, gegen wen ich spiele?

In der ersten Runde ist Dein Gegner ziemlich zufällig. Ab der zweiten Runde werden Teilnehmer mit der gleichen oder ähnlichen Punktezahl gegeneinander gepaart.

Warum habe ich zweimal nacheinander die gleiche Farbe?

Wenn möglich spielst Du abwechslungsweise mit Weiss, dann mit Schwarz, usw. Es kann aber vorkommen, dass Du ausnahmsweise zweimal nacheinander mit der gleichen Farbe spielen musst. In erster Linie wird nämlich auf den Punktestand von Dir und Deines Gegners geachtet.

Was passiert bei einer ungeraden Anzahl Teilnehmer?

In einem solchen Fall hat in jeder Runde jemand spielfrei.

Ist das Turnier gewertet, zum Beispiel für die Führungsliste der FIDE?

Nein, Deine Erfolge oder Misserfolge haben keinen Einfluss auf ein allfälliges Ranking in irgendeiner Führungsliste.

Bekommen alle Teilnehmer einen Preis?

Die drei Erstplatzierten pro Kategorie erhalten einen Erinnerungspokal. Nach dem Turnier senden wir eine Teilnahmebestätigung und die Rangliste per E-Mail an alle, die mitgemacht haben.

Ablauf einer Partie

Wie beginnt eine Partie?

Nachdem der Turnierleiter den Start zu einer Runde freigegeben hat, drückt der Schwarz-Spieler die Uhr. Jetzt beginnt die Uhr des Weiss-Spielers zu laufen und Weiss macht den ersten Zug. Wenn Du nicht weisst, wie die Uhr gestartet wird, bitte den Schiedsrichter, dies zu tun.

Was passiert, wenn mein Gegner nicht am Brett erscheint?

Wenn Du mit Weiss spielst, mach Deinen ersten Zug und drücke die Uhr. Dann warte ein paar Minuten, vielleicht kommt der Gegner doch noch.

Wenn Du mit Schwarz spielst, setze die Uhr in Gang oder lass das den Schiedsrichter tun. Dann warte ein paar Minuten, vielleicht kommt der Gegner doch noch.

Wie rufe ich den Schiedsrichter?

Stoppe wenn nötig die Uhr und strecke Deinen Arm deutlich in die Höhe. Du kannst Dich auch auf andere Weise beim Schiedsrichter bemerkbar machen.

Was muss ich tun, wenn der Gegner vergessen hat, die Uhr zu drücken?

Du darfst ihn natürlich darauf aufmerksam machen, aber Du bist nicht dazu verpflichtet.

Wie mache ich ein Remisangebot?

Sag dem Gegner «Ich biete remis» oder so etwas Ähnliches, bevor Du Deinen Zug machst. Biete kein Remis an, wenn der Gegner am Zug ist und wiederhole das Remisangebot nicht mehrmals!

Wie gebe ich auf?

Sag dem Gegner «Ich gebe auf» oder so etwas Ähnliches. Du kannst auch Deinen König aufs Brett legen; dies gilt ebenfalls als Zeichen, dass Du Dich geschlagen gibst.

Muss ich dem Gegner die Hand reichen?

Üblicherweise reichen sich die Spieler vor Beginn und nach dem Ende der Partie die Hand. Wenn Du das nicht tun willst, musst Du nicht, aber es könnte als unhöflich betrachtet werden.

Muss ich die Züge aufschreiben?

Nein, es gibt keine Schreibpflicht. Dafür hättest Du vermutlich auch gar nicht genug Zeit ;-)

Muss ich zwischen den Runden im Spiellokal bleiben?

Nein, Du kannst Dich frei bewegen. Sei aber rechtzeitig vor Beginn der nächsten Runde zurück.

Muss ich jemanden um fragen, wenn ich während der Partie aufs WC muss?

Nein, aber Du musst damit rechnen, dass während Deiner Abwesenheit Deine Uhr tickt. Du solltest das WC besser in den kurzen Pausen zwischen den Runden besuchen.

Störungen

Was muss ich tun, wenn die Schachuhr nicht richtig funktioniert?

Melde Dich beim Schiedsrichter; er wird eine neue Uhr besorgen.

Besondere Spielzüge

Wie funktioniert die Rochade genau?

Der König zieht immer zuerst, danach der Turm. Der König bewegt sich immer 2 Felder, entweder nach rechts oder nach links. Dann zieht der Turm über den König und setzt sich neben ihn.

Der König darf nicht im Schach stehen, nicht auf ein bedrohtes Feld ziehen. Die Felder zwischen König und Turm dürfen nicht von einer Figur des Gegners bedroht sein.

Wenn der König bereits einen anderen Zug gemacht hat, darf er nicht mehr rochieren. Auch dann nicht, wenn er wieder auf das Anfangsfeld zurückgekehrt ist.

Wie funktioniert die «en passant» Regel genau?

Wenn ein Bauer einen Doppelschritt neben einen Bauern des Gegners macht, darf er geschlagen werden, so wie wenn er nur einen einfachen Schritt gemacht hätte.

Der Bauer muss nicht geschlagen werden, wenn man nicht will. Das Recht, diesen Bauern zu schlagen verfällt, sobald man einen anderen Zug gemacht hat.

Noch etwas unklar?

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